Hier eine weiter Empfehlung für ein Web-Produkt, von dem die meisten noch nie gehört haben dürften:

Notion.so

Was ist es und was macht es ? Es ist ein Lösung für kollaborative Lösung für Notizen, Aufgabenverwaltung und Wissensstrukturierung im Internet. Und es macht…zusammen eigentlich fast alles besser als der Flickenteppich an Einzellösungen, die man sonst so für diese Aufgabe am Start hat.

notion_screen_2

Klingt kompliziert ? Ist eigentlich einfach und elegant ! Man legt sein Konto an…und kann dann wie gewohnt Notizen machen. Wo also liegt der Unterschied zu bekannten Lösungen, die Ähnliches tun sollen ?

Vorteil gegenüber OneNote: Daten liegen nicht direkt bei einem der Internet-Riesen. Und Lösung ist eher cloud- als client-basiert. Daher sehr gute Absicherung gegen Datenverlust. Also sehr ähnlich Google Docs….. Aber was muß Google noch alles von mir wissen ?

Und gegenüber z.Bsp. Evernote ? Bei Evernote bin ich nie warm geworden damit, wie man zwar Bücher anlegen kann – aber das verketten von Notizen untereinander ist für mich immer unintuitv geblieben – und die Gestaltungsmöglichkeiten ziemlich unsexy.

Notion.so wirkt deutlich besser (vor allem ggü. Evernote) wenn es um die Gestaltung der Notizen selber geht… Und um deren Gliederung bzw. Verlinkung. Das ist sehr intelligent gelöst, geht intuitiv von der Hand und macht Spass. Das ganze geht eher in die Richtung eines Wikis als in die „normaler“ Notizbücher. Man kann die Dokumente bzw. Notizzettel quasi beliebig ineinander verschacheln um auch komplexere Strukturen und Gliederungen abzubilden.

Was den kollaborativen Teil angeht: ich hab’s ja nicht so mit Zusammenarbeit… Daher kann ich diesen Aspekt nicht wirklich beurteilen 😉 Was ich aber im Programm implementiert sehe (…aber nicht nutze…), scheint Hand und Fuß zu haben. So kann man den einzelnen Seiten jeweils eigene Berechtigungen zuweisen. Und alle Berechtigten können parallel an einer Seite arbeiten und hinterlassen eine Änderungshistorie.

Das ganze scheint vom Zielpublikum her ziemlich IT-orientiert (auch wenn die Gestaltungsmöglichkeiten eher auf eine designverliebtes Zielpublikum schliessen lassen würden), denn es gibt die Integration von Diensten wie Slack und Trello.

Ach ja: da eher cloud-orientiert, funktioniert die ganze Lösung sehr gut im Browser (besonder Chrome) – und zwar genauso gut in der Desktop wie in der Android-Version. ABER: damit man ggf. auch offline arbeiten kann, gibt es jetzt sowohl für Mac wie auch für PC eine Desktop-Version. Mittlerweile habe ich mich schon sehr an die hervorragende x-plattform-Synchronisation aller Notizen gewöhnt und greife auf sie genaus über das Handy wie über Mac und PC zu.

Alles in allem also ein Dienst, der es durchaus Wert, ihn einmal auszuprobieren. In Deutschland habe ich von notion bisher so gut wie gar nichts gehört – aber in den USA scheint es ihnen zu gelingen, sich eine treue Fan-Basis zu erarbeiten. Also einfach mal einen account über diesen Link anlegen (Disclaimer:  das macht gleichzeitig mich glücklich, weil es zusätzlich für geworbene Konten weitere „Blocks“ freischaltet, sozusagen die Bausteine des Baukastenprinzips der notion-Notizen; Schneeball-Vertrieb ist zwar nicht so mein Ding, aber hier mache ich gerne mal eine Ausnahme, weil der Dienst den Versuch wert ist) und sich überraschen lassen: ich möchte wetten, die meisten haben schon Zeit für das Ausprobieren deutlich schlechterer neuer Ideen verschwendet. Und vielleicht findet der eine oder andere ja hier die Lösung, nach der er schon lange gesucht hat

Merken

Merken

No Comment

Comments are closed.